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Ernährung & Verdauung

Anti-Inflamm-Aging:
Ernährung mit entzündungs­hemmenden Lebensmitteln

Gesund essen – Entzündungen lindern & vorbeugen

Halsschmerzen, gerötete Hautstellen oder Schwellungen – manche Entzündungen zeigen sich ganz offensichtlich. Andere Entzündungen, auch Inflam­mationen genannt, sind hingegen nicht sichtbar. Sie spielen sich im Körperinneren ab und wirken sich oft unbemerkt auf unser Wohlbefinden aus.

In vielen Fällen sind Entzündungsprozesse eine unbedenkliche und erwünschte Immunreaktion des Körpers auf Verletzungen oder Erkrankungen. Nachdem sie ihre Aufgabe bei der Bekämpfung von Krankheitserregern erfüllt haben, klingen sie für gewöhnlich von selbst ab. Werden Entzün­dungen jedoch chronisch, können sie zu gesund­heitlichen Beschwerden führen. Häufige Beispiele sind Arthrose, Rheuma und Diabetes. Neben der medi­zinischen Behandlung ist die Ernähr­ung mit antientzündlichen Lebens­mitteln ein Hebel zur Linderung. Und noch etwas kann die Ernährung leisten: den entzündungs­bedingten Alter­ungsprozess, das Inflamm-Aging, verlangsamen.

GrundlagenLebensmittel-ListeWirkungAnwendungsgebieteDer Darm als Zentrum

Was ist Inflamm-Aging?

Inflamm-Aging, oder Entzündungsaltern, beschreibt die vermehrte Ausschüttung proinflammatorischer, das heißt entzün­dungsfördernder, Botenstoffe im Alter. Dieser Alterungsprozess hat nicht nur zur Folge, dass beispielsweise Impfungen in fortgeschrittenem Alter nicht mehr so effizient wirken wie in jungen Jahren. Man geht auch davon aus, dass Inflammation-Aging ein Auslöser für Alterskrankheiten wie Arthritis, Alzheimer oder Osteoporose ist. Entzündungs­hemmende Kost soll den Prozess des Inflamm-Aging verlangsamen und über die Ernährung zur Longevity beitragen.

Wozu eine antientzündliche Ernährungsweise?

Unsere Ernährung kann Entzündungen im Körper einerseits befeuern, sie aber ebenso effektiv eindämmen. Denn eine Vielzahl wertvoller Lebensmittel wirkt erwiesenermaßen entzündungshemmend. Diese sind reich an Mikronährstoffen, die die Entzündungswerte im Organismus senken und das Immunsystem stärken.

Zu wichtigen Nährstoffen antient­zündlicher Lebensmittel zählen:

  • Omega-3-Fettsäuren
  • Vitamine C & E
  • Beta-Carotin
  • sekundäre Pflanzen­stoffe & Ballaststoffe
  • Mineral­stoffe wie Selen & Zink

Über antiinflammatorische Lebensmittel sollten diese wichtigen Mikronährstoffe nachhaltig in die eigene Ernährung integriert werden. Um bei Mängeln zu unterstützen, können im Rahmen der Orthomolekularmedizin im BLEIB BERG F.X. Mayr Retreat Hotel gezielt Supplemente oder Infusionen eingesetzt werden.

Zur OrthomolekularmedizinZu den Infusionen

Grundlagen einer Ernährung gegen Entzündungen im Körper

Eine antiinflammatorische Ernährung, also eine Ernährungs­weise, die antientzündlich auf den Körper wirkt, baut auf einigen simplen Grundlagen auf. Berücksichtigt man diese Prinzipien im Alltag, trägt man nicht nur zur Linderung bestehender Entzün­dungserkrankungen bei, sondern beugt ihnen schon vor.

  • weniger Fleisch, mehr Grünes
  • viel Obst & Gemüse: täglich 3-mal Gemüse & 2-mal Obst
  • Fisch statt Fleisch: reich an Omega-3-Fettsäuren
  • verarbeitete Lebensmittel meiden, stattdessen frisch kochen
  • Zucker & Weißmehlprodukte meiden
  • gesunde pflanzliche Fette aus Oliven, Leinsamen & Mandeln
  • Milchprodukte für wertvolles Calcium, aber mit Maß
Übersicht entzündungs­hemmender Nahrungsmittel

Liste entzündungshemmender Lebensmittel

Die Liste entzündungshemmender Lebens­mittel ist lang und vielfältig – eine anti­entzündliche Ernährungsweise somit vielseitig und voller Genüsse.

  • Gemüse: Paprika, Brokkoli, Spinat, Grünkohl, Fenchel, Tomaten, Karotten, Sauerkraut, Knoblauch, Zwiebel
  • Obst: Kiwi, Äpfel, Beeren, Granatäpfel, Kirschen, Pflaumen, Grapefruit, Zitrus­früchte
  • Fisch: Lachs, Hering, Makrele, Sardelle, Forelle
  • Fleisch: mageres Geflügel wie Huhn oder Pute
  • Milchprodukte: fettreduzierte & fermentierte Produkte in Maßen
  • Getreide: Vollkorngetreide, Hafer, Buchweizen, Dinkel, Roggen, Quinoa, Hirse, Reis
  • Gewürze: Kurkuma, Kreuzkümmel, Ingwer, Zimt, Chili, Portulak
  • Getränke: Wasser, Zitronen- & Limettensaft, Kräuter- & Grüntee, Kaffee
  • Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Bohnen
  • Samen & Nüsse: naturbelassene Leinsamen, Walnüsse
Über die Wirkweise antienzündlicher Lebensmittel

Wie wirkt eine Ernährung mit antientzündlichen Lebensmitteln?

Die Mikronährstoffe in antiinflamma­torischen Lebensmitteln wirken in besonderer Weise auf den Körper ein, um die Entzündungsanfälligkeit zu mindern oder bestehende chronische Entzün­dungen zu mildern.

  • Antioxidantien wirken entzündungs­fördernden Sauerstoffradikalen ent­gegen und schützen unsere Zellen.
  • Ballaststoffe wirken vielseitig positiv, u. a. binden sie Schadstoffe und stärken die Darm­gesundheit.
  • Omega-3-Fettsäuren bilden in den Zellen entzündungshemmende Botenstoffe und wirken den zwar wichtigen, aber entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren entgegen.
Wirksame Unterstützung bei zahlreichen Beschwerden

Bei welche Erkrankungen wirkt die antiinflam­matorische Ernährung?

Eine Ernährung mit entzündungs­hemmenden Lebensmitteln kann bei diversen entzündlichen Erkrankungen Linderung bringen. Wichtig ist, dass diese Krankheiten nicht (zwangs­läufig) durch eine antientzündliche Diät geheilt werden können. Vielmehr können entzündungs­hemmende Nahrungsmittel eine medizinische Be­handlung gezielt unterstützen und Beschwerden merklich verbessern.

Entzündungshemmende Kost kann die Behandlung folgender Krankheiten sinnvoll ergänzen:

  • Rheumatische Erkrankungen & Arthritis: Linderung entzündlicher Gelenkschmerzen & Steifigkeit
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankung: Stärkung der Darmflora & reduzierte Entzündungsschübe
  • Stoffwechselerkrankungen: Behandlung von Diabetes Typ 2 & Senkung der Entzündungsmarker
  • Herz-Kreislauf-System: Vorbeugung von Arterienverengungen & Senkung des Herzinfarktrisikos
  • Autoimmun- & Schilddrüsenerkrankungen: diätische Unterstützung bei chronischen Erkrankungen wie Hashimoto-Thyreoditis & Multipler Sklerose
  • Haut & Allergien: Linderung bei Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte) & Entzündungen
  • Stille Entzündungen: Behandlung von Entzündungsherden, die oft unbemerkt Abläufe im Körper stören

Entzündungshemmende Lebensmittel für den Darm

Der Darm ist ein wesentlicher Dreh-und-Angelpunkt für die Gesundheit, wichtig für unser Wohlbefinden, essenziell für das Immun­system. Er ist zentrales Element der Verdauung und beherbergt zudem 70 % aller Immunzellen. Entzün­dung im Darmtrakt können den Organismus also schnell aus der Bahn werfen. Krämpfe, Durchfall, Fieber, Gewichtsverlust – die Symptome sind vielfältig und beeinträchtigen die Lebensqualität.

Eine ausgewogene Ernährung mit entzün­dungshemmenden Lebensmitteln ist für den Darm und somit das Immunsystem, für die eigene Gesamtgesundheit und das individuelle Wohl­befinden eine langfristige Stärkung. So unterstützen etwa Ballaststoffe eine gesunde Darmflora und Omega-3-Fettsäuren halten die Darmschleimhaut intakt.

Antiinflammatorische Ernährung gegen Inflammation-Aging

Mit entzündungshemmender Kost zielt man auf einen Effekt des Anti-Inflamm-Aging ab, da man die Entzündungswerte gezielt senkt und der vermehrten Ausschüttung entzündungs­fördernder Botenstoffe entgegenwirkt. Neben einer Ernährung mit antientzündlichen Lebens­mitteln geht die Wissenschaft zudem davon aus, dass auch eine generelle Kalorien­restriktion dem Inflamm-Aging gegensteuert.

Entzündungshemmende Lebensmittel und Kalorienrestriktion: Beides sind kombi­nierbare Ernährungsweisen, die sich gut in den Alltag integrieren lassen. Beides sind aber auch Säulen des Ernährungs­konzepts nach der Modernen F.X. Mayr-Medizin. Ein ärztlich begleiteter Kuraufenthalt kann daher ein idealer Einstieg in diesen neuen Lebens- und Ernährungsstil sein. Im BLEIB BERG Gesundheitshotel werden Ernährung und Behandlungen individuell auf Sie und Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

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